ENGINSIGHT erhält Förderung für innovative IT-Security-Plattform

08.04.2020

StartUpSecure ATHENE hat bei der Antragstellung mit ihrem technischen und wirtschaftswissen­schaft­lichen Fachwissen intensiv unterstützt und beraten.

Das junge StartUp aus Jena wird durch das Förderprogramm StartUpSecure des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. StartUpSecure|ATHENE weitet damit die Unterstützungsleistung deutschlandweit aus. Wir sprechen mit Mario Jandeck, Gründer und Geschäftsführer von ENGINSIGHT über die neuartige Lösung und das weitere Vorgehen mit den StartUpSecure-Fördermitteln.

© Enginsight

Mario, seit Anfang April 2020 ist bekannt, dass Eure Projektidee mit dem Förderprogramm StartUpSecure unterstützt wird. Herzlichen Glückwunsch! Aber erkläre uns doch kurz, welche neuartige Lösung ihr mit der Unterstützung genau auf den Markt bringen wollt.

Mit unserer neuartigen IT-Security-Lösung möchten wir alle relevanten Daten über IT-Landschaften innerhalb einer einzigen Plattform vereinen, also eine All-in-One-Lösung für Unternehmen bieten, die im Bereich IT-Sicherheit nicht hinreichend aufgestellt sind. Einrichtungen aller Größen haben ja momentan noch die Herausforderung, ihre IT-Infrastruktur in voller Gänze zu erfassen, von Grund auf sicher zu konfigurieren, aktuell zu halten und dauerhaft zu überwachen, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu handeln. Autonom agierende Lösungen wie unsere Plattform können dabei unterstützen, eventuelle Gefahren frühzeitig zu identifizieren. Wir haben deshalb eine Softwarelösung entwickelt, mit der IT-Landschaften sicherheitstechnisch analysiert und überwacht werden können. Dazu zählen die automatisierte Visualisierung aller Geräte, Server und Anwendungen sowie deren Abhängigkeiten genauso, wie das Erkennen von aktuell stattfindenden Angriffen, die sowohl von außen als auch von innen kommen können. Unsere Software entdeckt also beispielsweise gefährliche Sicher­heits­lücken in den Systemen, weist auf Updates hin und unterstützt die Installation. Entsteht zum Beispiel durch einen Hacker-Angriff in einem Datenbank-Server ein Problem, könnte als indirekte Folge die Unternehmenswebseite ausfallen. Für einen IT-Mitarbeiter ist diese Ereigniskette aber nicht auf den ersten Blick erkennbar, da die IT-Infrastruktur oftmals mit verschiedenen Einzellösungen abgesichert ist. Unsere Lösung weist sofort auf die entsprechende Sicherheitslücke hin und gibt den Mit­arbeitern direkte Handlungsempfehlungen an die Hand.

Das heißt, ihr sprecht besonders kleine und mittelständische Unternehmen mit Eurer Lösung an?

Ja, gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) brauchen verlässliche IT-Si­cher­heits­lö­sun­gen. Ihnen fehlt meistens das nötige Know-how und auch oft die Manpower, um ihre IT vor Hacker­angriffen zu schützen.  Deshalb können gerade die KMUs branchenübergreifend von unserer Software profitieren, welche Monitoring und Sicherheitsüberprüfung vereint. Zudem arbeiten gerade viele Unternehmen mit Insellösungen von verschiedenen Anbietern, da es noch kein mittelstandskonformes Tool gibt. Die Nutzer sind aber auf der Suche nach einer einfachen, autonom agierenden Lösung. Und hier setzen wir mit unserer zu 100% selbstentwickelten (made in germany) Software an. Unser Fokus liegt dabei auf dem mittelständischen, produzierenden Gewerbe, da dieses bereits heute stark digitalisiert ist und Ausfälle durch Security-Schwachstellen eine reale Bedrohung darstellen.

Welche weiteren Maßnahmen habt ihr konkret geplant, um möglichst schnell mit der Lösung auf den Markt zu kommen?

Als StartUp haben wir im vergangenen Jahr sehr viel geschafft, was die technische Entwicklung betrifft. Nun müssen wir uns am Markt positionieren und die entsprechende Aufmerksamkeit für uns generieren. Da der Markt stark wächst, zählt hier Schnelligkeit. Um dies zu erreichen, bedarf es weiteren Kapitals, um rechtzeitig Mitarbeiter einstellen zu können und die Werbemaßnahmen zu starten. Die StartUpSecure-Förderung bietet uns eine sehr gute Möglichkeit, genau das zu schaffen. Uns ist keine weitere Fördermöglichkeit bekannt, welche Security StartUps in diesem Maße (sowohl finanziell, als auch mit dem nötigen Netzwerk/Wissen) unterstützt. Auch planen wir, den inter­nationalen Markt zu erobern. Aktuell und im kommenden Jahr konzentrieren wir uns auf die DACH-Region. Aber einhergehend mit der Übersetzung unserer Plattform ins Englische streben wir die Internationalisierung im europäischen und US-amerikanischen Raum an, wobei unser Standort in Deutschland bleiben wird.

Vielen Dank, Mario, für das interessante Gespräch. Wir wünschen Euch viel Erfolg!

Weitere In­for­ma­tio­nen zum Förderprogramm gibt es hier.

 

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