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Multi-Party Computation als Instrument zur Umsetzung datenschutzkonformer behördlicher Datenabgleiche: Eine inter­dis­zi­pli­näre Analyse am Beispiel der Diskussionen um das Gesetz zur Selbstbestimmung über den Geschlechtseintrag

AuthorSeyda, Linda; Brüggemann, Andreas; Hornung, Gerrit; Schneider, Thomas
Date2024
TypeConference Proceedings
AbstractAm 12. April 2024 wurde das Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG) im Bundestag beschlossen. Trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen können ab dem 1. November 2024 ohne entwürdigende Verfahren ihren Vornamen und Geschlechtseintrag beim Standesamt durch Eigenerklärung ändern. Zur Weiterverfolgbarkeit des Individuums nach Namensänderung war zwischenzeitlich eine automatisierte Datenweitergabe an Sicherheitsbehörden vorgesehen. Die entsprechende Vorschrift wurde in den Ausschussberatungen ersatzlos gestrichen. Zur Begründung dafür wurde die Vereinheitlichung mit dem sonstigen Namensrecht angeführt, nicht aber Datenschutzbedenken. Die ursprünglich in §13 Abs. 5 SBGG-Regierungsentwurf (RegE) geplante Regelung könnte jedoch in einer geplanten Reform des Namensänderungsgesetzes erneut aufgegriffen werden, woraus sich berechtigte Sorgen bzgl. Überwachung, Datenschutz und Diskriminierung ergeben. Diesen kann mit einer auf Multi-Party Computation basierenden Lösung begegnet werden, welche eine datensparsame Handhabung ermöglicht. Dieser Beitrag betrachtet datensparsame behördliche Datenabgleiche zu Nachverfolgbarkeitszwecken am Beispiel des nunmehr verworfenen §13 Abs. 5 SBGG-RegE aus inter­dis­zi­pli­när rechtlich-kryptographischer Sicht.
ConferenceINFORMATIK 2024 : Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik
Isbn978-3-88579-746-3
SerieLecture Notes in Informatics - Proceedings
InINFORMATIK 2024 - Lock in or log out? Wie digitale Souveränität gelingt, p.153-167
PublisherGesellschaft für Informatik e.V.
Urlhttps://tubiblio.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/160286