Tipps von StartUps für StartUps von morgen

20.05.2020

Erfolgreiche GründerInnen aus dem ATHENE-Umfeld und dem Bereich IT-Sicherheit geben ihre persönlichen Erfahrungen weiter.

In diesem Monat fragen wir Lukas Baumann von LocateRisk nach seinen Erfahrungen, welche Schritte notwendig sind, um sich erfolgreich am Markt zu etablieren und warum es sich lohnt, neben dem Studium zu gründen.

Tipp Nummer Eins - Starte mit einem Minimum Viable Product (MVP)
"Eure Produktidee sollte zunächst nach dem Vorbild eines MVP erstellt werden. Das heißt, Eure Idee wird möglichst schnell entwickelt und nur mit den allernötigsten Funktionen ausgestattet. Dies ermöglicht Euch, mit minimalem Aufwand den Kunden-, Markt oder Funktionsbedarf zu erfragen. Denn die konkreten Bedürfnisse und Anforderungen des Marktes sind in dem sehr frühen Stadium leider noch gänzlich unbekannt. Mit dem MVP könnt Ihr schnell und ohne große Kosten an potentielle Kunden herantreten und deren echte Bedürfnisse kennenlernen. So bekommt Ihr wertvolles Feedback, dass dann in die Erweiterung Eures Produktes einfließt. Das MVP wird dann mit den bedürfnisorientierten Kriterien erweitert und verbessert und zwar solange, bis Euer Produkt zur Marktreife gewachsen ist. Der Vorteil: Ihr könnt auf diesem Weg schnell evaluieren, ob es auf dem Markt überhaupt eine Nachfrage nach Eurem Produkt gibt, ohne dabei ein allzu großes Risiko einzugehen."

Tipp Nummer Zwei – Kundenorientierung ist der Schlüssel zum Erfolg
"Lernt Eure Kunden genau kennen. Der Kundennutzen muss der Ausgangspunkt für Eure Produktentwicklung sein. Nur wenn Ihr immer aus Sicht der Kunden denkt, kann Euer Produkt Erfolg auf dem Markt haben. Hilfreich ist dabei, den Pain Point bei den künftigen Anwendern herausfinden. Das heißt, Eure Idee muss ein konkretes und klar abgrenzbares Problem von einer möglichst klar definierten Anwendergruppe lösen. Eure Idee sollte für den Kunden einen großen Mehrwert bieten und damit das Bedürfnis zum Kauf wecken. Und eines ist klar, nur zahlende Kunden geben ein echtes Feedback, mit dem Ihr Euer Angebot immer und immer weiterentwickeln könnt."

Tipp Nummer Drei – Achte auf ein Alleinstellungsmerkmal
"Finde die Lücke, die Euer Produkt zu einem Einzigartigen macht. Stellt das Alleinstellungsmerkmal heraus und erweckt damit das Bedürfnis beim Kunden, das Produkt zu kaufen. Das klingt nicht einfach? Ist es auch nicht. Denn der Markt bietet so gut wie alles. Deshalb sucht intensiv, recherchiert und analysiert den Wettbewerb genau. Auch den inter­nationalen Markt müsst Ihr genau unter die Lupe nehmen. Allgemein gilt die Faustregel: Falls es etwas noch nicht gibt, hast Du nur noch nicht gut genug gesucht. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Aber auch wenn es etwas schon gibt, ist es noch lange kein dealbreaker. Wettbewerber bieten Euch die Chance viel zu lernen. Es gibt kein Produkt auf dem Markt, mit dem man für immer allein ist, am Ende geht es eben darum, es besser zu verkaufen."

Tipp Nummer Vier – Förderprogramme und Investoren sorgen für schnelles Wachstum
"Holt Euch Unterstützung von Förder- und Beratungsprogrammen. Gerade als Studierende habt Ihr die idealen Voraussetzungen. Immer mehr Startup-Initiativen, Universitäten oder Hochschulen bieten Angebote für Studierende, Gründungsinteressierte und GründerInnen an wie beispielsweise das StartUpSecure- oder Exist-Programm. Auch die Lehre wird immer weiter auf Gründung ausgelotet und bietet Dir beste Unterstützung bei der Entwicklung Deiner Produktidee. Und wenn Deine Idee schließlich den Markt erschlossen hat, kannst Du auch auf Investoren setzen. Aber das ist mit Vorsicht zu genießen: Die Suche nach Investoren ist sehr arbeitsintensiv und der Deal kann auch in letzter Sekunde platzen. Zudem sagen die Kapitalgeber selten nein, sondern eher “später”. Denn Investoren sind risikoscheu. Deshalb mein Tipp: Setzt auf Umsatz und ein starkes Team. Das ist das Einzige was zählt - auch für Investoren."

Tipp Nummer Fünf – Netzwerk immer weiter ausbauen
"Ein gutes Netzwerk ist wichtig und hilfreich. Gerade an Universitäten und Hochschulen könnt Ihr erste wichtige Kontakte spinnen. Es gibt viele Netzwerkveranstaltungen, die Euch mit wichtigen Unternehmen aber auch anderen Startups zusammenbringen. So könnt Ihr von anderen lernen und Euch auch bei vielen Problemstellungen austauschen. Besonders wenn es gilt, bürokratische Hürden zu überwinden oder Patente anzumelden. Denn selbst im Startup-Umfeld dauert alles länger als man denkt. Man braucht einen wirklich langen Atem, da ist es auch mal ganz gut zu sehen, dass es anderen GründerInnen genauso geht und Ihr nicht allein seid. Aber solange Ihr von Eurem Produkt und Eurer Idee überzeugt seid und immer am Ball bleibt, wird sich der Erfolg über kurz oder lang auch einstellen."

Über LocateRisk:
Mit dem Einsatz eines digitalen Fußabdrucks macht LocateRisk die IT-Sicherheit von Unternehmen mess- und vergleichbar. Dafür werden Firmen aus Sicht eines externen Angreifers untersucht, um das Angriffsrisiko einzuschätzen. Dabei geht es nicht nur um die IT-Sicherheit innerhalb des eigenen Unternehmens, sondern auch um die Abschätzung des Cyberrisikos der jeweiligen Geschäftspartner. Nach der erfolgreichen Analyse schätzt LocateRisk das Cyberrisiko des jeweiligen Unternehmens ein und bereitet mögliche weitere Schritte zur Absicherung in einem verständlichen Report auf.

Weitere In­for­ma­tio­nen: locaterisk.com

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