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Cybersicherheit in Zeiten des Krieges

Der Krieg in der Ukraine gibt der Diskussion über Cyberangriffe und Cyberwar eine ganz neue Dynamik. Wie gefährlich sind russische Attacken? Wie gefährdet ist Deutschland? Welche Eskalationsgefahren gehen von Cyberangriffen und anderen Formen hybrider Kriegsführung aus? Im folgenden bündeln wir aktuelle Einschätzungen und Statements unserer Wissen­schaft­lerinnen und Experten für Cybersicherheit zu diesem Themenkomplex.

25.04.2022
Der Weg zur aktiven Cyberabwehr

Als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine ist auch die Diskussion darüber neu entbrannt, wie verwundbar unsere IT-Infrastruktur ist. Unser Direktor Michael Waidner und unsere Cybersicherheits-Expertin Haya Shulman beschreiben in ihrem Artikel in der FAZ vier Ansätze einer aktiven Cyberabwehr. Die Rede ist nicht von digitalen Vergeltungsangriffen oder Cyberfähigkeiten der Bundeswehr, sondern vielmehr allgemein technischen Maßnahmen, die Angriffe stoppen oder proaktiv verhindern sollen, indem sie in die Infrastrukturen oder digitalen Ressourcen der Angreifer eingreifen. 

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05.04.2022
"Wir sind nicht so gut aufgestellt wie die Ukraine"

Der Angriff Russlands auf die Ukraine war nicht nur einer mit Panzern und Raketen, sondern auch ein virtueller auf Netzwerke und Infrastruktur. Deutschland würde einen solchen massiven Cyberangriff zur Zeit nicht so gut wegstecken wie die Ukraine, sagt Haya Shulman im Interview in hr iNFO.

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04.04.2022
Russlands Taktik im Cyberraum

Analysen von Sicherheitsforscher*innen zeigen, dass es sich bei der Attacke auf den Satellitenbetreiber Viasat um eine gezielte und von langer Hand geplante Operation gehandelt hat, die die Kommunikationsfähigkeit der Ukraine beeinflussen sollte. Es deute sehr vieles darauf hin, dass die Entwicklung der Schadsoftware ein Bestandteil der Angriffspläne gegen die Ukraine gewesen und möglicherweise sogar Bestandteil einer viel langfristigeren, institutionell verankerten Entwicklung von Cyberwaffen sind, erläutert Thomas Reinhold in einem Interview des Tagesspiegel Background Cyber­security.

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Ausschnitt seines Interviews

02.04.2022
"Die Schwelle, Cyberangriffe durchzuführen, ist gesunken"

Die Ukraine, so erläutert Haya Shulman in einem Interview in der österreichischen Tageszeitung DERSTANDARD, ist gegen Cyberattacken recht gut gewappnet, seit Russland 2014 die Krim-Halbinsel annektiert hat. Auch mit westlicher Hilfe. Vor wechselseitigen Hacker­angriffen privater Gruppen warnt Shulman aber eindringlich: So etwas könnte schnell zu schweren Eskalationen führen.

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28.03.2022
Russland will sich abkoppeln

Instagram, Twitter, Google News – viele digitale Dienste sind in Russland nicht mehr verfügbar. Wohl nur der erste Schritt: Wladimir Putin plant ein abgeriegeltes Netz. „Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das russische Internet in Zukunft vom globalen Netz mehr oder weniger vollständig abgekoppelt ist", sagt Thomas Reinhold in einem Interview der ZEIT online.

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22.03.2022
Hackerattacken auf kritische Infrastruktur: Wie sicher sind wir in Deutschland vor Cyber-Angriffen?

Im Interview im SWR3 gibt Matthias Hollick eine Einschätzung, wie sicher wir in Deutschland vor Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen sind. Er weist unter anderem darauf hin, dass unsere Systeme in den vergangenen Jahren sehr komplex geworden sind und daher eine riesige Angriffsfläche bieten. Wenn in einem Untersystem eine Schwachstelle liegt, könne ein Angreifer rein und per Dominoeffekt womöglich das Hauptsystem lahmlegen.

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20.03.2022
Bedeutung des Cyberspace für militärische Operationen

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat Thomas Reinhold im Digital Sensemaker Podcast über die Bedeutung des Cyberspace für die militärischen Operationen gesprochen. Neben der besonderen, und für viele überraschenden Rolle nicht-staatlicher Akteure ging es auch um die Fragen, wie gut Deutschlands IT vor Cyberangriffen geschützt ist und welchen Beitrag die naturwissen­schaft­liche Friedensforschung zur friedlichen Entwicklung des Cyberspace leisten kann.

Podcast auf spotify

16.03.2022
Wie ver­trauens­würdig ist Kaspersky?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte jüngst vor dem Einsatz von Kaspersky-Virenschutzprodukten und empfiehlt, Anwendungen aus dem Portfolio von Virenschutzsoftware des Unternehmens Kaspersky durch alternative Produkte zu ersetzen. „Dass Kaspersky bewusst staatliche russische Malware nicht erkennt, ist unwahrscheinlich“, erklärt unser Experte Steven Arzt in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten. Aber natürlich könne eine Regierung den Auftrag geben, eine Software zum Ausnutzen einer Schwachstelle, wie es sie in Netzwerken, Betriebssystemen und Programmen aller Art immer gibt, zu programmieren.

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14.03.2022
Krieg im Internet - Gastbeitrag von Haya Shulman

Russland flankiert seinen Angriff in der Ukraine mit Cyberattacken. Die können auch Deutschland treffen. Wieso sich unser Land auch hier besser verteidigen können muss, schreibt unsere Cybersicherheitsexpertin Haya Shulman in der Online-Ausgabe der FAZ.

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11.03.2022
Was hat Russland von einer offenen Cyberattacke gegen einen Nato-Staat?

Mit den Sanktionen gegen Russland sowie zahlreichen Waffenlieferungen von EU-Staaten an die Ukraine hätte Putin womöglich genug Gründe, über einen elektronischen Vergeltungsschlag auf Nato-Länder nachzudenken. Doch Expert*innen gehen derzeit nicht von offenen militärischen Cyberoperationen aus. In der heutigen Ausgabe des Tagesspiegel Background Cybersicherheit ordnen sie die Lage differenzierter ein. Darunter auch Thomas Reinhold, der darauf hinweist, dass es neben den staatlichen Akteuren auch nichtstaatliche Gruppen aus dem Bereich Cyberkriminalität oder Hackerkollektive gebe, die in ihrem Handeln schwieriger einzuschätzen seien.

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10.03.2022
Ukraine-Krieg: So erkennen Sie Fake News

Der Ukraine-Krieg ist auch in den sozialen Medien präsent: Doch welche Information ist ver­trauens­würdig; welche eine gezielte Falschmeldung? Unsere Cyber­security-Experten Prof. Martin Steinebach und Dr. Michael Kreutzer erklären in einer Meldung des BMBF, wie man Fake News erkennen kann.

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10.03.2022
So schaden hackende Militärs Unternehmen

Im aktuellen Podcast "Security Insider" nimmt Thomas Reinhold nicht nur weltpolitische Verwerfungen ins Visier; zugleich berichtet er, wie Militärs im Geheimen Friktion bei gegnerischen Staaten erzeugen und dabei nicht zuletzt Kollateralschäden in der technischen Infrastruktur ziviler Unternehmen riskieren. Dabei erfahren wir auch, auf welche Taktiken Militärs in der Cyberwelt setzen, wie sich diese Ansätze von gewöhnlicher Cyberkriminalität unterscheiden und welche Verteidigungsmaßnahmen für zivile Unternehmen schließlich in Frage kommen.

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07.03.2022
Forschung für den Frieden

„Es ist relativ unwahrscheinlich, dass man mit einem reinen Cyberkrieg einen Gegner zum Aufgeben zwingen kann.“ sagt Prof. Christian Reuter in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ernst genommen werden müssten die Gefahren durch Onlineattacken aber auf jeden Fall. Er sieht in der aktuelle Diskussion über Cyberrisiken auch die  Wichtigkeit seines eigenen Arbeitsgebiets: In Deutschland gebe es außer seiner nur zwei weitere Professuren für naturwissen­schaft­liche Friedensforschung.

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07.03.2022
Über die Bedeutung von Cyberangriffen im Ukraine-Krieg

In der Sendung "Die Ratgeber" des Hessischen Rundfunks erläutert Prof. Haya Shulman die aktuelle Bedrohungslage durch Cyberangriffe auch auf Deutschland. Darüber hinaus gibt sie Tipps, wie sich jede/r einzelne von uns vor (nicht nur russischen) Cyberattacken schützen kann.

Zur Sendung (Beitrag mit Haya Shulman ab Minute 4:07)

04.03.2022
Mitmach-Cyberwar: „Gefährlich und ein zweischneidiges Schwert“

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine ist auch das Netz zum Schlachtfeld geworden. Prof. Christian Reuter spricht in der Die Rheinpfalz über drohende Gefahren, mögliche Gegenwehr und Deutschlands Schwachstellen. Dabei betont er "Cyberwaffen sind auch von Nicht-Staaten beherrschbar. Weil sich im Netz so viele Akteure tummeln, fällt die Unterscheidung zwischen zivil und militärisch schwer."

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03.03.2022
Wer das Internet kontrolliert, kontrolliert die Angreifer

Am 24. Februar begann Russland einen Krieg gegen die Ukraine. Die physische Invasion wurde schon im Vorfeld und wird auch jetzt durch Cyberangriffe unterstützt, gegen ukrainische Einrichtungen wie kritische Infrastrukturen, Banken, Kommunikationsnetze, Regierungsstellen und das Militär. Die russische Invasion erhöht auch in Deutschland die Gefahr von Cyberangriffen. Internet-Architekturen wie DNS und BGP spielen eine zentrale Rolle – unter anderem als direktes Ziel von Angriffen, schreibt Prof. Haya Shulman im Tagesspiegel Background Cyber­security.

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03.03.2022
Neben dem Kriegsschauplatz in der Ukraine tobt auch im Cyberspace eine Schlacht, die eher unsichtbar aber ebenso gefährlich ist

Welche Methoden der Cyberkriegsführung Russland im Zuge der Invasion eingesetzt hat, erläutert Thomas Reinhold in einem Interview mit Deutschlandfunk Nova. Angesichts des anhalten Konfliktes beteiligten sich jedoch zunehmend auch nicht-staatliche Hackergruppen auf beiden Seiten an aktiven Cyerangriffen.

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02.03.2022
Cyberwar und seine Aus­wirkungen

Was versteht man unter Cyber-Kriegsführung? Was sind digitale Kampfhandlungen? Hat ein Cyber-Konflikt auch physische Aus­wirkungen auf die reale Welt? Wenn ja, wie wirkt er sich aus? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Christian Reuter im Nachrichtenmagazin rheinmain IM BLICK.

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28.02.2022
Cyberattacken und ihre möglichen Aus­wirkungen auf kritische Infrastrukturen - wie gut ist Deutschland geschützt?

Prof. Christian Reuter sieht die kritische Infrastruktur gut gegen mögliche Cyber-Angriffe aus Russland geschützt, verweist aber im Interview der Frankfurter Rundschau darauf, dass  80 Prozent der Betreiber der kritischen Infrastruktur in Deutschland KMUs sind. Diese haben nicht die gleichen Kapazitäten, wie große Versorgungsunternehmer, gegen Cyberattacken vorzusorgen.

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27.02.2022
"Kommunikationswege stören und Chaos stiften"

Russland will mit Cyberattacken „Kommunikationswege stören und Chaos stiften“ - Prof. Haya Shulman glaubt, dass Russland den Ukrainekrieg schon lange vorbereitet hat. Europa und die USA müssten sich auf eine Welle an Cyberangriffen vorbereiten. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht sie über die hybride Kriegsführung Russlands und darüber, warum tiefgreifende Abwehrmechanismen nicht so schnell umgesetzt werden können.

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26.02.2022
Gefahr geht von „patriotischen Hackern“ aus

Deutsche IT-Sicherheitsexperten halten Cyberangriffe auf deutsche IT-Systeme und Bereiche der kritischen Infrastruktur im Zuge des Ukraine-Krieges für möglich. Die Gefahr gehe jedoch von „patriotischen Hackern“ sowie einem „digitalen Vandalismus“ aus, bei dem in einer Art Schrotschussverfahren Schwachpunkte in deutschen IT Systemen ausgenutzt werden könnten, erklärt Prof. Christian Reuter in einem Interview in der Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

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26.02.2022
Gefahr geht von „patriotischen Hackern“ aus

Deutsche IT-Sicherheitsexperten halten Cyberangriffe auf deutsche IT-Systeme und Bereiche der kritischen Infrastruktur im Zuge des Ukraine-Krieges für möglich. Die Gefahr gehe jedoch von „patriotischen Hackern“ sowie einem „digitalen Vandalismus“ aus, bei dem in einer Art Schrotschussverfahren Schwachpunkte in deutschen IT Systemen ausgenutzt werden könnten, erklärt Prof. Christian Reuter in einem Interview in der Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

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25.02.2022
„Die Angriffsmethoden passen ins Gesamtbild“

Im Interview mit Tagesspiegel Background erklärt Thomas Reinhold Hintergründe zur russischen Aggression im Cyberraum.

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25.02.2022
Der Krieg und seine Folgen – Experten der TU Darmstadt bewerten die dramatische Lage in Osteuropa

Russlands Machthaber führen Krieg gegen die Ukraine. Der militärische Überfall lässt die europäische Friedens- und Sicherheitsordnung wanken. Welche geopolitischen Konsequenzen sind zu erwarten, welche Effekte werden ökonomische Sanktionen haben, welche Eskalationsgefahren gehen von Cyberangriffen und anderen Formen hybrider Kriegsführung aus? Experten aus der Politikwissenschaft, Informatik und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten der TU Darmstadt geben Einschätzungen, darunter auch Prof. Christian Reuter, Koordinator des ATHENE-Forschungsbereichs Secure Urban Infrastructure (SecUrban).

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