Aktuelle
Meldungen
Finalisten ATHENE UP26@it-sa: Fuzzware im Interview
Fuzzware ist einer der fünf Finalisten für den ATHENE UP26@it-sa Award
Auf der Bühne in Miami hackte das Team live das amerikanische Stromnetz und wusste danach: Kritische Infrastruktur braucht robusteres Sicherheitstesting. Heute testet Fuzzware die Firmware eingebetteter Systeme automatisiert auf Schwachstellen, ganz ohne physisches Gerät und ohne Quellcode. Im Interview erzählen die Gründer, wie aus einem Hacking-Erfolg ein Unternehmen wurde – und was der schwierigste Schritt dabei war.

Euer Startup in einem Satz?
Fuzzware findet Sicherheitslücken in eingebetteter Software automatisiert und ohne physische Hardware – bevor unsichere Geräte ausgeliefert werden.
#FirmwareSecurity #Fuzzing #Rehosting
Wann wusstet ihr zum ersten Mal ganz sicher: Genau das fehlt am Markt?
Als wir auf der Bühne in Miami erfolgreich das amerikanische Stromnetz gehackt haben. Uns war klar: Kritische Infrastrukturen und andere eingebettete Systeme brauchen endlich robustes Sicherheitstesting, und zwar durch High-Tech Lösungen!
Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?
Wir sind aktuell neun Personen. Simon Wörner und ich haben vor einigen Jahren gemeinsam das Forschungsfeld mitbegründet, auf der unsere Technologie aufbaut. Wir kennen uns ursprünglich aus Hacking-Wettbewerben wie den DEF CON Finals in Las Vegas, dem Hack-a-Sat der NASA und Pwn2Own. Heute verbindet unser Team Expertise in Firmware-Sicherheit, Produktentwicklung und Vertrieb. Besonders ist die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Angriffserfahrung.
Wessen Leben (oder Arbeitstag) macht ihr spürbar einfacher?
Wir unterstützen Hersteller und Security-Teams in Branchen wie Automotive, Medizintechnik, IoT und kritischer Infrastruktur. Fuzzware testet Firmware ohne Gerät und ohne Quellcode und liefert reproduzierbare Ergebnisse, mit denen Schwachstellen nun endlich identifizieren und beheben lassen. Am Ende profitieren davon Patientinnen und Patienten genauso wie jeder, der sich auf ein cyber-sicheres Auto oder das Stromnetz verlässt.
Wo steht ihr in einem Jahr, wenn alles gut läuft?
Wir erweitern die unterstützten Architekturen und integrieren Fuzzware stärker in Entwicklungs-, CI/CD- und Compliance-Prozesse. In einem Jahr soll kontinuierliches Firmware-Fuzzing bei mehreren führenden europäischen Herstellern fester Bestandteil der Produktentwicklung sein.
Was ist euer Ass im Ärmel, das die Konkurrenz nicht hat?
Unser Ass im Ärmel ist unsere automatische Hardwaremodellierung: Sie ermöglicht es, vollständige Firmware ohne physisches Gerät, Quellcode oder aufwendige manuelle Konfiguration zu testen. Dahinter stehen jahrelange Spitzenforschung und praktische Hacking-Erfahrung auf sehr hohem Niveau.
Was waren die größten Erfolge und Hürden bisher?
Wir haben dieses Jahr den Weltmeistertitel „Master of Pwn“ bei Pwn2Own und damit 215.000 US Dollar Preisgeld gewonnen, indem wir in Japan auf der Bühne erfolgreich eine Reihe von Schwachstellen in Geräten aus dem E-Automobilbereich aufgespürt und gemeldet haben.
Die größte Hürde ist für uns der Übergang von einem Forschungsprojekt in die Industrie. Wir sind stolz darauf, mithilfe unserer Coaches Meilensteine wie den ersten Messestand und das erste Verhandlungstelefonat erfolgreich absolviert zu haben.
Was hat euch den letzten Schubs gegeben, beim ATHENE Startup Award UP26@it-sa auf "Bewerben" zu klicken?
Unser Coach Philipp, der uns auf den ATHENE Startup Award UP26@it-sa als super Gelegenheit aufmerksam gemacht hat. Wir freuen uns sehr, auf ihn gehört zu haben und nun beim Finale mit dabei sein zu dürfen. :-)
Zur News-Übersicht
