ATHENE Research Best Practice
Offene, international vernetzte Forschung zählt zu den größten Stärken Deutschlands – und zugleich zu seinen empfindlichsten Schwachstellen. Spionage, der Abfluss von Dual-Use-Wissen, Cyberangriffe und unzulässige Einflussnahme zielen genau auf jene Offenheit, von der Innovation und Souveränität abhängen. Als nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit hat sich ATHENE von Beginn an mit diesem Spannungsverhältnis befasst: Wie lassen sich die Forschung und die an ihr beteiligten Menschen schützen, ohne die Türen zu verschließen, denen sie ihre Exzellenz verdanken?
Diese Leitlinie überführt langjährige Erfahrung in ein konkretes Vorgehen. Im Mittelpunkt steht ein einheitliches, verhältnismäßiges Entscheidungsverfahren, das im Einzelfall Risiken und wissenschaftliche Chancen gegeneinander abwägt. ATHENE verfolgt dabei einen ausgewogenen Kurs – weder Laissez-faire noch Abschottung. Offenheit bleibt die Regel, Einschränkungen bleiben die begründete Ausnahme. Über Jahre in der Praxis erprobt und auf die deutschen und europäischen Rahmenbedingungen der Forschungssicherheit abgestimmt, umfasst die Leitlinie sieben Handlungsfelder. ATHENE richtet sich selbst danach und legt sie hier offen dar, damit der Maßstab, an dem sich das Zentrum orientiert, auch anderen dienen kann.
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