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#Rückblicke #Einblicke #Ausblicke: PatchPilot heißt jetzt CISOSCOPE

16.12.2020

Das Startup Synamic Technologies wird seit April 2020 mit dem Förderprogramm StartUpSecure unterstützt. Die Projektidee zur automatisierten Einschätzung und Risikobewertung von Schwachstellen in der IT von Unternehmen ging damals unter dem Namen PatchPilot an die Öffentlichkeit. Im Laufe des Jahres hat das Cybersicherheits-Startup das Projektvorhaben in CISOSCOPE umbenannt. Wir fragen Markus Hirschemeier von Synamic Technologies nach den Gründen der Umbenennung und welche Meilensteine seit Beginn der Förderung erreicht werden konnten.

Markus, seit Anfang April wird CISOSCOPE, ehemals PatchPilot, mit dem Förderprogramm StartUpSecure unterstützt. Welche Meilensteine habt ihr seit Beginn der Förderung schon erreichen können?

Als wir den Antrag für das Förderprogramm StartUpSecure gestellt hatten, stand die Projektidee PatchPilot noch ganz am Anfang. Mit dem positiven Zuschlag des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung entstand aus einem Proof of concept dann viel mehr:  Wir konnten unser Produkt im Kern weiterentwickeln und an die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Und das mit Erfolg. So haben wir es dieses Jahr beispielsweise in das Finale des UP20@it-sa Award, einer der wichtigsten Cybersecurity-Startups-Awards, geschafft. Die Nominierung und die positive Resonanz unserer Kunden haben uns dann noch einmal mehr darin bestärkt, mit unserem Produkt auf dem richtigen Weg zu sein. Wir konnten ein gutes Verständnis für den Markt entwickeln, unsere Potenziale weiter entfalten und uns besser bei der Zielgruppe positionieren. In diesem Jahr haben wir auch wichtige Pilotisierungspartner gewonnen und uns bestens im Darmstädter Ökosystem und darüber hinaus vernetzt. Zum Beispiel über den Digital Hub Cybersecurity oder den RWTH Incubator. Die Beratung und die Workshop-Angebote von StartUpSecure I ATHENE haben uns dabei unterstützt, unsere Skills weiter zu verfestigen.

Im Laufe des Jahres habt Ihr PatchPilot in CISOSCOPE umbenannt. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für diesen Schritt?

Ein Produktname muss selbsterklärend sein und die gewünschte Zielgruppe abholen. Wir haben gemerkt, dass der Name „PatchPilot“ diesen Anforderungen nicht gerecht wird und bei unseren Kunden ein Fragezeichen hinterlässt. Wir haben verstärkt die Rückmeldung bekommen, dass der Name zu Verwirrung führt und oftmals mit einer (operativen) Patchmanagement-Software in Verbindung gebracht wird. Und dafür stehen wir ja nicht.  Zudem wollten wir mit dem neuen Namen einen stärkeren Fokus auf Geschäftsrisiken und deren automatische Erkennung und Bewertung setzen.  Bei der neuen Markenfindung haben wir natürlich auch Fragestellungen der technischen Compliance in das Produkt berücksichtigt und darauf geachtet, dass der Name den Zuschnitt auf den Aufgabenbereich eines Chief Information Security CISOS transportiert. Alle diese Faktoren können wir in dem Namen CISOSCOPE widerspiegeln. Das Logo soll an ein Gyroskop erinnern. Das Gerät dient zur Bestimmung der Orientierung, also zur Steuerung und Stabilisierung. Und genau das möchten wir auch erreichen: Wir stabilisieren die (wacklige) IT-Sicherheitslage.

In diesem Jahr ist viel passiert. Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt komplett verändert. Wie habt ihr diese turbulente Zeit als Startup wahrgenommen?

Mit gemischten Gefühlen. Es ist uns gelungen, sehr gute und erfahrene Leute zu rekrutieren. In Zeiten dieser Unsicherheit scheint es so zu sein, dass es vielen leichter fällt, sich auf das „Abenteuer Startup“ einzulassen. Auch die StartUpSecure-Förderung hat sich hier sehr positiv ausgewirkt. Da persönliche Treffen ja so gut wie unmöglich waren, haben wir unsere neuen Mitarbeiter Online rekrutiert. Das hat aber sehr gut funktioniert und wir haben es an keiner Stelle bereut. Aber trotz unserer hochmotivierten Mitarbeiter ist es eine sehr schwierige Zeit zum Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen. Die ohnehin komplizierten Sales Cycles aus dem B2B-Geschäft werden weiter verkompliziert, weil die Unternehmen stark mit sich selbst beschäftigt sind. Und das ist ja auch sehr gut nachvollziehbar.

Könnt ihr uns einen kleinen Ausblick für 2021 geben? Was habt Ihr Euch für das kommende Jahr vorgenommen?

Nächstes Jahr wird es für unser Produkt CISOSCOPE und damit auch für uns sehr ereignisreich. Es geht quasi um „die Wurst“. Wir sind momentan mit zahlreichen Interessenten im Gespräch, die wir nächstes Jahr als Kunden für unsere Plattform gewinnen möchten. Darüber hinaus sprechen wir mit Investoren und VCs über Möglichkeiten der Finanzierung, um als Startup weiter wachsen zu können.  Es wird extrem spannend werden, gerade weil sich der Markt auch sehr stark bewegt – mehr mag ich dazu noch nicht verraten.

Das hört sich in der Tat ja sehr spannend an und wir wünschen Euch viel Erfolg! Haltet uns gerne über die weiteren Ent­wicklungen auf dem Laufenden. Herzlichen Dank für das Gespräch, Markus!

 

 

 

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